We love
what we are
cultivating

DOGK 2019 Ausschnitt 160pxl

KÖLLA Information vom 17.09.2019

Neue Märkte und neue Herkünfte

DOGK 2019

Die KÖLLA Gruppe ist auch in diesem Jahr wieder Platin-Sponsor des DOGK und der offiziellen App. Die Frischespezialisten mit einem der 9 Standorte wenige Kilometer vor den Toren Düsseldorfs sind in den vergangenen Jahren international kräftig gewachsen, wobei der Fokus vor allem auf Italien, Frankreich, Spanien und der Türkei lag. Aktuell baut das Unternehmen sein mittelamerikanisches Melonengeschäft auf, aber auch der Export von deutschem Gemüse wird intensiviert. Für beide Bereiche hat sich KÖLLA auch personell verstärkt.      

Die „Marke Deutschland“ habe im europäischen Ausland einen hervorragenden Namen, den man auch für die Vermarktung von heimischem Gemüse noch besser nutzen könne, betonte Geschäftsführer Marc Nikolai beim Besuch des Fruchthandel Magazins in Kaarst. Für die Stärkung des Exportgeschäfts mit deutschem Gemüse in die europäischen Märkte habe KÖLLA Anfang dieses Jahres den Gemüse-Spezialisten Martin Schneider eingestellt, der die Produktpallette von Nord bis Süd betreut und die Exportchancen der Gemüseerzeugnisse sondiert. „Beispiele für Gemüseprodukte mit Exportpotenzial sind z.B. Kohl aus Norddeutschland, Kartoffeln aus dem Rheinland, Lauchzwiebeln und Radieschen aus der Pfalz oder Tomaten aus Franken“, so Nikolai. Der Vertrieb der Ware laufe über Großmärkte, den Lebensmitteleinzelhandel aber auch über den Gastro-Bereich. Diese Erzeugnisse würden teilweise bereits unter der Eigenmarke „OTELLO“ vertrieben. „Potenzial gibt es auch z.B. in Italien für Kohl, Salate oder Bundzwiebeln“, so Martin Schneider. Nicht zu unterschätzen ist Marc Nikolai zufolge auch der Exportmarkt Großbritannien, der im Zuge der ganzen Brexit-Problematik noch große Bedeutung erhalten könnte. „In Großbritannien waren wir ja schon lange vorher aktiv, wir haben den Standort also gewissermaßen nur reaktiviert. Seit rund einem Jahr leiten Begoña Granja Otero und Tony Gardner die Niederlassung und entwickeln das Geschäft vor Ort kontinuierlich weiter, immer auch vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Entwicklung.“  

Ausbau des Melonen-Geschäftes

Internationales Wachstum bedeutet für KÖLLA aber längst, den Blick weit über den europäischen Tellerrand hinaus zu richten. Starke Impulse im globalen Fruchtgeschäft gehen seit Jahren vor allem vom Mittleren Osten und Asien aus, auch dort sieht die Gruppe ein immer größeres Betätigungsfeld. Laut Marc Nikolai bieten diese Märkte auch gute Wachstumsmöglichkeiten für Melonen aus Mittelamerika. „Im Segment Überseemelonen haben wir aus diesem Grunde im vorigen Jahr mit dem Hondurianer Darwin Pavon einen ausgewiesenen Spezialisten an Bord geholt. Er war bereits mehrere Jahre in Brasilien im Sales-Bereich für einen großen Produzenten und Vermarkter tätig und kennt das internationale Melonen-Business sehr gut. Von daher passt er sehr gut zu unseren internationalen Wachstumszielen“, erläuterte Nikolai im Gespräch mit dem Fruchthandel Magazin. Im Fokus stehen dabei speziell die Sorten Cantaloupe und White Honey Dew, die zum großen Teil aus Honduras stammen. Im Zeitraum von Mai bis Juli waren die Melonen im Container von Honduras nach Singapur geliefert worden. „Mit Blick auf den Mittleren Osten wollen wir unser Lieferprogramm mittelfristig verdoppeln, die Kunden waren sehr zufrieden“, sagte Darwin Pavon. Entscheidend sei der hohe Qualitätsstandard der Melonen, der Brixwert der Ware müsse immer bei 14 oder 15 Grad-Brix liegen. 

Auch sonst entwickele sich die Sparte Overseas sehr gut, das Geschäft mit Südafrika und Latein- und Mittelamerika sei sehr intensiv. Speziell die Nachfrage nach Blaubeeren werde immer größer, bei diesem Boom-Produkt stünden neben den europäischen Lieferquellen im Übersee-Bereich die Herkünfte Peru und Brasilien verstärkt im Fokus, so Nikolai. „Auch hier ist zu beobachten, dass die Nachfrage im Mittleren Osten und in Asien besonders hoch ist.“ Ebenfalls sehr gut nachgefragt seien derzeit türkische Produkte, das Türkei-Geschäft ist ja ohnehin einer der Eckpfeiler von KÖLLA. „„Wenn wir über die Türkei reden, dann ist bei Kirschen und Granatäpfeln u.a. eine starke Dynamik zu sehen. Die über Jahre gewachsene Erfahrung setzen wir nun auch verstärkt dazu ein, gemeinsam mit unseren Partnern Trockenobst aus der Türkei am POS anzubieten.“

Verzicht auf Plastik

Der Trend, auch im Obst- und Gemüsebereich mehr und mehr auf Kunststoff zu verzichten und Verpackungsmaterial einzusparen, setzt sich weiter fort. Eine repräsentative Umfrage des britischen Marktforschungsunternehmens Global Data hat kürzlich ergeben, dass 35 % der Konsumenten Produkte bevorzugen und eher kaufen würden, bei denen keinerlei Plastik verwendet wird. „Auch bei KÖLLA haben wir uns zum Ziel gesetzt, so weit wie möglich auf Kunststoff zu verzichten. Als Alternativen haben wir auch Verpackungen aus Graspapier, Zuckerrohr und Mais getestet. Diesen Weg werden wir auch in Zukunft konsequent weiter beschreiten“, sagte Marketing-Managerin Catrin Lauf abschließend. Zu diesen und anderen Themen stehen die KÖLLA-Experten während des DOGK 2019 gerne Rede und Antwort.

Veröffenlticht auch im FH 39/2019

 

@Dachzeile:KÖLLA – THE FRUIT COMPANY

@Überschrift 2:Schulterschluss mit der Produktion und dem Kunden

@Vorspann: Die Anforderungen an Fruchthandelsunternehmen sind in den vergangenen Jahren immer komplexer geworden.  Ob Qualitätssicherung, Abwicklung, Logistik oder Beschaffung – die Lieferkette muss dennoch möglichst „schlank“ ausgerichtet sein.

@Grundtext mit Einzug: Das Fruchthandel Magazin sprach über diese Themen mit KÖLLA-Geschäftsführer Georg Hoffmann.

@Interviewer:Fruchthandel Magazin:

@Grundtext mit Einzug: Herr Hoffmann, der Fruchthandel bedeutet heute weit mehr als reine Beschaffung und Warentransport von A nach B. Was macht einen Full Service Provider im Jahr 2017 und darüber hinaus aus?

@Interviewer:Georg Hoffmann:

@Grundtext mit Einzug: Heute wie in Zukunft sehen wir den Full-Service-Provider im Schulterschluss mit der Produktion und dem Kunden, um die Lieferkette sicher, schlank und kompetent auszurichten. In den Bereichen Qualitätssicherung, Abwicklung, Logistik und Beschaffung werden wir in Zukunft auf hochqualifiziertes Personal zurückgreifen, um die Vorstellungen und Vorgaben der Kundschaft umzusetzen. Die Umsetzungsgeschwindigkeit hat sich gesteigert und ist damit auch spannender geworden - Beratungskompetenz wird gefragt sein.

Mit dem Klimawandel und den auftretenden Problemen werden wir zu einer größeren Übersicht des Marktes gezwungen werden, um Qualität und Menge zu sichern. Dazu gehört ein funktionierendes Netzwerk, das flexibel und kompetent reagiert. Spannend ist und wird die Entwicklung neuer Sorten und Verpackungen sein, die wir in enger Kooperation mit unseren Kunden und Produzenten umsetzen. Vertrauen und Verbindlichkeit bleiben die Grundvoraussetzungen.

@Interviewer:FH-Magazin:

@Grundtext mit Einzug:Jahrelang hat der LEH fast ausschließlich auf den Preis geachtet und die Verbraucher quasi zu geringer Wertschätzung von O+G „erzogen“. Vielfach steht heute zum Glück aber wieder der Geschmack im Vordergrund, doch wenige Verbraucher wissen überhaupt, wie gute Produkte schmecken. Was ist notwendig, um über den Geschmack wieder mehr Wertschätzung und damit auch mehr Wertschöpfung zu erreichen?   

@Interviewer:G. Hoffmann:

@Grundtext mit Einzug:Wir denken sehr wohl, dass die Verbraucher wissen, was ihnen schmeckt und was nicht. Der Preis entscheidet mit, ist aber nicht das alleinige Kriterium. Was nicht schmeckt, wird nicht sofort wieder gekauft und das ist die Höchststrafe für unseren Handel. Produkte mit gutem Geschmack sind Selbstläufer und darauf müssen wir aufbauen. Die Weiterentwicklung von geschmacksintensiven Sorten ist unabdingbar. Sorten, die ihr Qualitätsniveau über mehrere Tage halten. Wichtig ist aber auch der Erhalt der Frische und damit auch des Geschmacks, d.h. der kurze und schnelle Weg von der Ernte bis zum Konsumenten, also Einhalten der Kühlkette, Pflege im Geschäft, etc.

Manchmal sind es aber auch die einfachen Dinge, die uns weiterbringen. Nämlich nicht zu früh mit einem Artikel zu starten, sondern erst wenn das Obst und Gemüse schmeckt. Es kostet Geld, aber ich bin der Meinung, dass es sehr gut investiert sein wird. Wenn unser Handel bereit ist, für gutes Obst und Gemüse mit mehr Geschmack einen höheren Preis zu zahlen, dann werden sich die Produzenten darauf einlassen.

@Interviewer:FH-Magazin:

@Grundtext mit Einzug:Der Online-Handel wächst bekanntlich. Glauben Sie, dass der Internet-Einkauf mit anonymen Produktabbildungen und Produktversprechen das Einkaufen mit allen Sinnen (Riechen, Anfassen und Prüfen) ersetzen kann? 

@Interviewer:G. Hoffmann:

@Grundtext mit Einzug:Das Thema wird heiß diskutiert und ich glaube, das man es differenziert sehen muss. Meiner Meinung nach wird der Online-Handel einen Teil des Obst- und Gemüsehandels übernehmen. Das bequeme Bestellen, die Lieferung am selben Tag, zumindest in Großstädten, wird vor allem für die jüngere Generation ein normaler Vorgang werden. Wenn die Kühlkette auf einfachem Weg bis zur Haustür gehalten werden kann, wird es noch leichter.

Aber auch der Online- Handel ist nicht preiswert und Probleme mit Rücksendungen werden die Begeisterung evtl. eindämmen. Eine Alternative wird immer mehr die Hauslieferung des Supermarktes am Wohnort, vor allem bei körperlich eingeschränkten Menschen. Dieser Service wird weiter wachsen.

Der andere Teil wird weiterhin wie bisher einkaufen gehen, ob im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt und riechen, anfassen, prüfen und wenn möglich probieren. Man sollte hier die soziale Komponente nicht aus dem Blick lassen, denn viele Menschen gehen auch einkaufen, um andere Menschen zu treffen.

@Interviewer:FH-Magazin:

@Grundtext mit Einzug:Wie stark kann sich ein engagierter Full Service Provider wie KÖLLA gegenüber dem LEH einbringen, um die Verbraucher durch Verkostungen für das Thema stärker zu sensibilisieren?  

@Interviewer:G. Hoffmann:

@Grundtext mit Einzug:Wir beschäftigen uns mit dem Thema seit einigen Jahren und mussten erst einmal lernen, selber unvoreingenommen, d.h. in der Blindverköstigung, mit unserem Obst und Gemüse umzugehen. Hierzu haben wir intern eine Sensorik-Gruppe aus Mitarbeitern aller Bereiche gegründet, die sich regelmäßig mit unseren Produkten auseinandersetzt. Die Ergebnisse waren teilweise überraschend, aber wir haben verstanden, dass teuer oder Marke nicht immer am besten schmeckt. Wir bieten in unserem Showroom übrigens Sensorik-Seminare an, um Kunden und deren Mitarbeiter für das Thema Geschmack zu sensibilisieren. Wir würden uns freuen, wenn sich diese Vorgehensweise durchsetzt.

Wir werden alle kritischer, interessierter und bewusster.

Marktinformationen