Saubere Daten, saubere Prozesse, saubere Dienstleistung…

Mit der Ernennung von Alberto Hoffmann zum Geschäftsführer Anfang Juni diesen Jahres hat das Kaarster Unternehmen seine junge Führungsriege um Florian Walther und Benedikt Wetterau erweitert und aus Sicht von Managing Director Global Marc Nikolai ein wichtiges Zeichen gesetzt, die Kompetenzen der Gruppe bei der Beschaffung und Vermarktung von Obst und Gemüse personell weiter zu schärfen und den Wachstumskurs der vergangenen Jahre national wie international fortzusetzen.

Bevor Alberto Hoffmann Ende 2020 zur KÖLLA Gruppe kam, hatte er bereits unterschiedliche Positionen innerhalb der Schwarz-Gruppe durchlaufen. Zunächst war er in im Food-Einkauf von Kaufland tätig, dann sammelte er im internationalen Obst- und Gemüseeinkauf von Lidl umfangreiche Erfahrungen und erwarb sich anschließend im Key Account Management von KÖLLA ein tiefgehendes Verständnis für die Bedürfnisse von Produzenten und Kunden. In dieser Funktion arbeitete er bereits intensiv mit den beiden Geschäftsführern Florian Walther und Benedikt Wetterau zusammen, die die KÖLLA Gruppe nun gemeinsam in die Zukunft führen werden. „Ich freue mich auf die Herausforderung, denn es sind spannende Zeiten im Fruchtgeschäft, die wir gerade erleben. Um den Wandel in der Branche zu bewältigen, bedarf es einer geballten Expertise und diesbezüglich möchte ich gerne meinen Beitrag leisten,“ so Hoffmann.

Produzenten und Länder mit Potenzial frühzeitig erkennen

Für Marc Nikolai ist entscheidend, dass KÖLLA – neben den komplexen Anforderungen des internationalen Fruchtgeschäftes hinsichtlich Beschaffung und Vermarktung – auch die Digitalisierung und nachhaltige Gestaltung der Unternehmensprozesse konsequent vorantreibt. „In den vergangenen Jahren sind wir nicht nur als Gruppe im Markt gewachsen, sondern wir sind mit unserer vernetzten Gruppenstruktur auch intern enger zusammengerückt. Dies lässt sich vor allem an der verbesserten Weitergabe von Daten ablesen, durch die alle Planungs- und Vertriebsprozesse sowie die Bereiche Finanzen, Personalwesen und Services in der Gruppe optimiert werden konnten.

Das war ein enorm arbeitsintensiver Prozess, der auch immer noch nicht ganz abgeschlossen ist. Unser ERP-System in Düsseldorf/Kaarst wird voraussichtlich im ersten Quartal 2024 seinen Go-live erleben. An anderen Standorten hatten wir auf vergleichsweise kleinerer Basis schon ein Go-live und haben uns dort vor allem um die Bewältigung von Anfangsschwierigkeiten gekümmert. Aber diese Aufgabe ist ungleich komplexer, denn man kann sich leicht vorstellen, wie viele Daten bei einer solch großen Menge an Artikeln und Artikelvarianten zusammenkommen“, so Marc Nikolai.
„Auch wenn in das Obst- und Gemüsegeschäft nach wie vor relativ unvorhersehbare Variablen wie das Wetter eingebaut sind, können wir heute im Allgemeinen schon auf viel bessere historische Daten zurückgreifen, die uns zukünftig bei der Beratung unserer Partner im Ursprung unterstützen werden“, sagt Alberto Hoffmann.

Im Trend

Trotz der Tatsache, dass der Alltag und unternehmerische Prozesse immer stärker von Daten und Algorithmen durchdrungen sind, stehen im Fruchtgeschäft – je nach Blickwinkel dahinter oder davor – nach wie vor Menschen und ihre Produkte im Mittelpunkt. Daten sind schließlich immer nur so gut, wie diejenigen, die sie deuten und für die Praxis nutzbar machen können. Und Praxis, das bedeutet bei KÖLLA eben nicht nur, Ware zu bündeln und für Kunden Warenströme zu managen, sondern ganz konkret, die Produkte in den Ursprungsländern eben von Partnerbetrieben auch anbauen zu lassen.

Auch in der Produktion möchte KÖLLA sein Profil weiter schärfen, sagt Florian Walther. „Wir beobachten natürlich ganz genau, was in den unterschiedlichen Ursprungsländern passiert und welche Verschiebungen sich ergeben. Einige Entwicklungen, z.B. in Marokko oder Griechenland, aber auch in anderen Märkten, haben wir schon vor Jahren antizipiert. Dort Strukturen und die richtigen Partnerschaften aufzubauen, ist sehr zeitintensiv und benötigt eine langfristige Planung, sowie die entsprechenden Investitionen.

Laut Alberto Hoffmann ist KÖLLA nicht auf ‚den einen‘ Ursprung festgelegt. „In diesem Sinne sind wir kein reiner Ursprungsspezialist, sondern sehen unsere langfristige Strategie im Ausbau der Partnerschaften mit ausgewählten Produzenten, wodurch wir mit einem breiten aber fokussierten Portfolio an Produkten und Herkünften arbeiten. Vor allem bei der engen Zusammenarbeit mit unseren Produzenten ist es unser Anspruch mit unseren Produktspezialisten durch unser hohes Produkt-Know-How einen klaren Mehrwert für beide Seiten zu schaffen“, so Hoffmann. „Das ist es ja auch, was KÖLLA im Kern ausmacht. Unsre Stärke ist, dass wir die Produzenten und Länder mit Potenzial schon frühzeitig erkennen und uns dann auch dort aufstellen, wenn wir der Ansicht sind, dass man dem LEH die Programme anbieten kann, die er wünscht. Mit der Türkei, heute eine unserer Kernkompetenzen, war das anfangs auch nicht anders“, erläutert Florian Walther.

Während des DOGK in Düsseldorf wird KÖLLA laut Marketingleiterin Catrin Lauf übrigens eine süße Überraschung zu bieten haben. In den Pausen werden dann nämlich jordanische Premium-Medjoul Datteln der KÖLLA Marke ALINDA an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verteilt.

 

 

Michael Schotten, Fruchthandel Magazin 

> Originaltext 

 

September 2023